Mittwoch, 23. September 2015

Musikdistribution - Lieferung und Konsum
oder
Wie liefert man Luftschwingungen?

Früher war es so: Die einen haben gesungen oder gespielt, die anderen haben das angehört, jahrhundertelang musste man in die Kirche gehen, um Musik zu hören, dort war sie aber nur ein Begleiter, der Träger eines Textes und einer letztlich außermusikalischen Botschaft. Von reiner Musikdistribution kann man also erstmalig so 1600 sprechen, mit dem Aufkommen der Instrumentalmusik.
Nebenbei hat es immer Tanzmusik gegeben, auch damals schon als minderwertig verschrien; sie wurde nicht ge- und nicht überliefert, man hat sie dann gespielt, wenn sie gebraucht wurde.

Gemeinsam allen Musikarten war zumeist die „Live“-Aufführung, anders war ihre Darbietung auch kaum denkbar. Jedoch ist Aufführung nicht die einzige Form der Musikdistribution. Eine andere ist die Musikkonservierung, zumeist in Form einer Notation, die eine Basis des zeitlichen Transportes bildet. Mit ihr kommen Aspekte wie Interpretation und Urheberschaft dazu.

Die maschinelle Darbietung von Musik lässt sich bis zum ersten Jahrhundert n.Chr. nachweisen. Musikautomaten machten nicht nur die Komposition, sondern auch die Interpretation konservierbar. Seit der Existenz von Musikwiedergabegeräten kann man zwischen produzierter und reproduzierter Musik unterscheiden, und damit stellt sich die Frage, ob das Kunstwerk selbst oder nur dessen Abbild konserviert wird. Unbestritten ist hingegen, dass Musik durch die Verbreitung in Form von Musikkonserven einer wesentlich größeren Anzahl von Konsumenten zugänglich gemacht werden kann und wird.

Dienstag, 22. September 2015

Konzert der DEGEM

Samstag, 26. September 2015, 19 Uhr

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin

Werke von Ralf Hoyer, Clemens von Reusner, Hans Tutschku, Leo Hofmann, Hans Holger Rutz und Marc Behrens


(im Rahmen des KONTAKTE-Festivals)

http://www.adk.de/de/projekte/2015/Kontakte/teaser_14.htm